Verfasst von: Erna | 30. April 2011

Die Finanzierung steht

Es ist ja schön und gut ein Grundstück gekauft und endlich eine Baufirma gefunden zu haben, aber irgendwie muss dies ja auch finanziert werden und wenn man nicht gerade geerbt, im Lotto gewonnen hat oder noch etwas Kleingeld unter dem Kopfkissen liegt, dann kommt nun der Schritt der Finanzierung.  Jetzt gibt es die Möglichkeit zu seiner Hausbank zu rennen oder zu einer anderen Bank seiner Wahl oder einen unabhängigen Finanzdienstleister zu wählen, der für einen die besten Zinsen bei irgendeiner Bank sichert.

Wir haben uns Angebote sowohl von unserer Hausbank machen lassen, sowie von zwei Finanzdienstleistern, wobei der eine ein Tipp der Baufirma KOSIMA-Haus war.

Die Hausbank war der totale Reinfall, denn diese ist in keinster Weise auf unsere Wünsche und Bedürfnisse eingegangen. Folgendes war uns wichtig:

  • Maximale monatliche Belastung (die wir vorgegeben hatten)
  • Zeitraum der Finanzierung
  • Angebote unterschiedlicher Finanzierungsmodelle
  • Auswahl von Zins und Tilgungsplan

Die beiden unabhängigen Finanzdienstleister waren beide gleichauf mit Ihren Angeboten, weswegen wir uns dann abschließend für den Tipp von KOSIMA-Haus entschieden haben. Dies ist die Firma FinanzART GmbH, da hier der Vorteil einer direkten Zusammenarbeit zwischen Finanzierungsdienstleister und Baufirma bestand und wir uns ausmalten, dass wir damit weniger „Wege“ hätten.  Das war leider bisher nicht immer ganz so, denn gerade bei der ersten Zahlung gegenüber KOSIMA, gab es kleine Kommunikationsprobleme, aber das wird – so glauben und hoffen wir – nicht noch einmal passieren.

Unser Ansprechpartner bei FinanzART ist Herr Martin, den wir als einen Ansprechpartner gerade wegen seiner Kompetenz und  Offenheit zu schätzen gelernt haben.

Der eigentliche Kreditgeber ist die DiBa, die zu diesem Zeitpunkt einen einfach unschlagbaren super Zins angeboten hatte.

Jetzt hört sich das so an, als wäre das an einem Tag erledigt gewesen. Weit gefehlt. Natürlich gab es auch hier einige Termine, auch wieder bei uns zu Haus (ebenfalls nochmal ein Pluspunkt für die unabhängigen Finanzdienstleister), bei denen unserer finanzieller Rahmen abgesteckt (und „durchleuchtet“) wurde, die Pläne und die Entwicklung besprochen wurde und zu guter Letzt natürlich dann auch die Unterschrift für den Kredit getätigt wurde. Das war dann Ende Februar 2011.

Bisher einziger Wermutstropfen an der ganzen Geschichte war, dass wir ohne darauf hingewiesen zu werden, direkt beim ersten Zahlungsabruf aus dem Darlehen einen Großteil unseres Eigenkapitals, welchen wir beim Finanzierungsantrag angegeben hatten (um einen besseren Zins zu erhalten – auf Basis des aus dem Verhältnis von Darlehenssumme zu EK entstehenden sog. Beleihungswertes), einbringen mussten. Das verlangte die Bank als Sicherheit. Hier wäre es schön gewesen, hätte FinanzART uns vorab auf solch grundelegende Dinge hingewiesen, denn man rechnet für sich ja dann doch etwas eigen und plant das vorhandenen Geld anders, als es die Bank gerne hätte. Zudem hatten wir FinanzART unsere Absichten zur Verwendung des Eigenkapitals zusammen mit allen relevanten Positionen zum Hausbau in einer ausführlichen tabellarischen Übersicht vorlegelegt, spätestens hier hätte doch ein Hinweis darauf kommen MÜSSEN, dass dies nicht ganz so funktioniert, wie wir uns das vorstellen. Der spätere Satz „aber das steht doch so im DiBa-Vertrag“ hat uns mächtig verärgert und den Vorschuss-Bonus gegenüber der FinanzART GmbH war damit hin. Aber auch andere Freunde, die zum gleichen Zeitpunkt wie wir bauen, haben diese Erfahrung mit einem anderen Finanzdienstleister gemacht. Es scheint also Gang und Gäbe zu sein, dass man den Bauherren gerne solch elementaren Details verschweigt. Deshalb haben wir dies hier für Euch festgehalten!

Lösung: Blankoauszahlungen aus dem Darlehen bis 10.000,-€ sind ohne Einreichung von Rechnungen möglich, so lässt sich die klaffende Wunde des ersteinmal „verschwundenen“ Eigenkapitals bei Bedarf wieder schließen. (sicher scheint dies so Gang und Gäbe zu sein, für uns als Baulaien war das natürlich neu)

Tipp: Holt Euch gerne vor der Finanzierungsanfrage einen persönlichen Zugang für die Schufa. Dies kann man online machen und dauert ca. eine Woche. Hier könnt Ihr dann immer reinschauen, welche Einträge so in der Schufa-Auskunft bei Euch schlummern. Wir hatten das Pech, das wir dort nämlich einen Fehleintrag hatten und uns die Bank bei der Prüfung aber nicht sagen durfte, um welchen Eintrag es sich handelt (Datenschutz!).  Deswegen stand unser Finanzierungsplan mal kurzfristig auf der Kippe und wir mussten durch vieles telefonieren und durch das Wälzen von alten Unterlagen rausbekommen, wo der Fehler lag. Zum Glück war es schnell behoben, aber war schon eine blöde Situation, wenn man doch eigentlich genau weiß, dass dort nix sein darf.

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